Mit der Auflösung des Berufsberatungsmonopols, das bis dahin das Arbeitsamt innehatte, sahen auch viele Firmen eine Chance, diese Dienstleistungen gegen Gebühr anzubieten. Was aber machen private Berufsberater besser als die Berater vom Arbeitsamt und anderen öffentlichen Institutionen?

Berater Related imagenehmen sich mehr Zeit

Bei Gebühren bis zu 1000 Euro kann man auch erwarten, dass sich ein Berater mehr Zeit nimmt. Das fängt schon damit an, dass der Schulabgänger zunächst ein Einführungsgespräch bekommt, bei dem es vor allem um seine Neigungen und Interessen geht. In der professionellen Beratung wird nicht nur ein Fragebogen abgearbeitet, sondern es bleibt Zeit und Raum für Nachfragen und auch ein tiefergehende Gespräch. Wenn der Berater zum Beispiel das Gefühl hat, dass der Klient nur einen bestimmten Beruf sucht, weil seine Eltern das wollen, wird darüber auch offen gesprochen.

Professionelle Struktur des Gesprächs

Ein professionelles Gespräch kann man darin erkennen, dass es eine klare Struktur hat. Zu dieser gehört, dass es einen Anfang und ein Ende gibt. Ein guter Berater wird gemeinsam mit dem Kunden ein Ziel festlegen. Das Ziel kann sein, einen Ausbildungsplätze zu bekommen, aber auch einen Studienplatz zu erhalten oder eine gewisse Zahl an Bewerbungen herauszuschicken. Viele Beratungsfirmen machen auch einen Test um zu sehen, wo die Stärken und Schwächen des Schulabgängers liegen. Den Kunden wird auch erklärt, dass es bei dem Test nicht darum geht ihn zu bestehen sondern einfach festzustellen, in welche Richtung die Berufswahl gehen soll.

Zeit für Fragen

Gerade bei den kommerziellen Berufsberatungen nimmt man sich viel Zeit für Fragen, die gestellt werden. Wer gerade von der Schule kommt ist unsicher und will eine Menge wissen. Viele haben noch keine gute Vorstellung, was in einem bestimmten Beruf wirklich jeden Tag gemacht wird. Auch gibt es ein ausführliches Abschlussgespräch in dem festgelegt wird, wie und in welchem Zeitraum das Ziel umgesetzt werden soll. Viele Agenturen bieten auch weitere Gespräche an, wenn es Probleme gibt.